Himmlisch

... wohltuend ist diese zärtliche Zuwendung für das Baby - und eine wunderbare Möglichkeit für Mutter und Kind, sich näher zu kommen. Immer mehr Mütter, bzw. Eltern nutzen deshalb die Angebote von speziellen Babymassagekursen.

"Seit Jahrtausenden gibt es in verschiedenen Kulturen solche tief verwurzelten Massage-Traditionen. So hat beispielsweise schon der berühmte griechische Arzt
Hippokrates (geboren um 460 v.Chr.) den Nutzen der Massage für Leib und Seele erkannt und seinen "Medizinstudenten" weiterempfohlen." Sabine Burchardt, Hebamme.

Der wohltuende Effekt der Babymassage (etwa ab der dritten Woche - nach dem Abheilen des Nabels) ist leicht nachzuvollziehen. In der ersten Phase seines Lebens ist die Haut des Babys ein sehr wichtiges, wenn nicht das wichtigste Sinnesorgan überhaupt. Über keinen anderen Weg kann es Zuwendung und Zärtlichkeit stärken empfinden, als über die Haut. Neun Monate lang wurde sie ständig von Fruchtwasser und der Gebärmutter sanft stimuliert, was dem Baby Wärme und Geborgenheit vermittelte. Ist das Baby dann auf der Welt, liegt es oft über Stunden allein in seinem Bettchen, in dem sich nichts um es herum bewegt. Vermisst es die "alte" Geborgenheit dann allzu sehr, wird es anfangen zu schreien.

Aber nicht nur die kleine Seele, sondern auch der Organismus profitiert von solchen Streicheleinheiten: Wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass durch die sanfte Massage über das Gehirn vermehrt Wachstumshormone ausgeschüttet werden. Auch werden die Herz-Kreislauf-Funktion, sowie die Durchblutung der Haut und der Muskeln angeregt. Die Atmung ist intensiver und der Verdauungstrakt wird stimuliert, weshalb die Massage besonders für Babys mit Blähungen sehr hilfreich sein kann. Nebenbei wird das für eine gesunde Entwicklung so notwendige "Urvertrauen" gestärkt und das Körperbewusstsein in seiner Ausprägung unterstützt. Babys - so hat man herausgefunden - die nur wenig gestreichelt werden, stehen unter einem gewissen Stress, der durch das "Vermissen" dieser Streicheleinheiten hervorgerufen wird. Dieser wiederum beeinflusst den Stoffwechsel negativ und kann so das Wachstum beeinträchtigen.

Die Massage soll dem Baby einen Halt vermitteln. Das gelingt beispielsweise durch den großflächigen Kontakt, der dabei über die Handflächen der Mutter oder des Vaters zustande kommt. Sie können langsam von den Schultern her über die Brust streichen, über dem Bauch im Uhrzeigersinn massieren oder von den Schultern zum Po über den Rücken fahren. Arme und Beinchen kann man umfassen und daran entlang zu den Händen und Füßen streichen. Die Berührungen werden noch angenehmer, wenn Sie vorher etwas Babylotion oder Mandelöl in Ihre Handflächen geben und diese gegeneinander warm reiben.


Sanft massierte Babys schlafen besser

Während einer solchen Massage, die vielleicht zehn Minuten dauert, kann das Baby wunderbar seine noch überschüssigen Energien abbauen - es reagiert ja auf Ihre Berührungen mit Bewegung des ganzen Körpers. Mit der Zeit wird es so wesentlich ausgeglichener und schläft intensiver, erholsamer.



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